Die Wurzeln der Olma - www.vsvs.ch

VSVS
Vereinigte Schausteller-Verbände der Schweiz mit Sitz in Zürich
                                                  Bändlistrasse 100 8064 Zürich
Direkt zum Seiteninhalt

Die Wurzeln der Olma

Wissenswertes
Die Wurzeln der Olma Messen St.Gallen
Ursprung des heutigen Unternehmens war natürlich die OLMA selbst. Und deren Wurzeln sind in der schwierigen Zeit
während des Zweiten Weltkriegs zu finden. Die OLMA verdankt ihren Ursprung nicht einem zufälligen Einfall. Sie wurzelt
im Wunsch weit verzweigter Gruppen der Land- und Milchwirtschaft, ihre Leistungen stolz zu zeigen und fachlich zu vergleichen

Ein Kind der Anbauschlacht
Die Versorgungsengpässe während des Zweiten Weltkrieges verschafften den Anliegen der Landwirtschaft und der
Landesversorgung brennende Aktualität. 1941 einigten sich Stadt und Kanton St.Gallen, die landwirtschaftlichen
Organisationen des Kantons und weitere Interessengruppen, gleichzeitig mit dem Herbstjahrmarkt eine
Landwirtschaftsausstellung zum Thema «Mehranbau» in St.Gallen durchzuführen. Eine zweite landwirtschaftliche
Ausstellung fand vom 10. bis 21. Oktober 1942 statt

Die erste OLMA
Die erste eigentliche OLMA fand 1943 statt. Ihr Konzept bestand darin, eine Symbiose aus «Schaustellung von Produkten,
belehrender Aufklärung und aus dem Warenverkauf» zu formen. Ein Grundkonzept, das selbst heute noch zur DNA der
OLMA gehört. Die «Ostschweizerische Land- und Milchwirtschaftliche Ausstellung» erhielt 1946 die bundesrätliche
Anerkennung als nationale Messe und nennt sich seither (bis 2004) OLMA Schweizer Messe für Land- und Milchwirtschaft.
Seit 2004 lautet die offizielle Bezeichnung OLMA Schweizer Messe für Landwirtschaft und Ernährung

Eine Erfolgsgeschichte wächst
Träger der OLMA war anfänglich die Stadt St.Gallen. Aber bereits 1943 waren fünf Ostschweizer Kantone und das
Fürstentum Liechtenstein am Unternehmen beteiligt. Im Jahre 1953 wurde eine eigene Trägerschaft verwirklicht.
Mitglieder der neuen Messe-Genossenschaft wurden die Kantone St.Gallen, Appenzell, Ausserrhoden, Appenzell
Innerrhoden, Thurgau, Schaffhausen, Glarus, Graubünden sowie das Fürstentum Liechtenstein und die Stadt St.Gallen.

Der Brand der Halle 7
In der Nacht vom 22. auf den 23. Oktober 2000, wenige Stunden nach Abschluss der 58. OLMA, brannte die
Degustationshalle 7 vollständig ab. Sowohl am Gebäude als auch an den Standeinrichtungen entstand Totalschaden.
Das Ereignis brachte den grossen emotionalen Wert dieser Halle ins Bewusstsein und löste nicht nur in der Ostschweiz,
sondern national ein grosses Medienecho aus. Glücklicherweise kamen bei dem Grossbrand keine Personen zu Schaden,
und es bestand auch keine Gefährdung der Tiere im nahegelegenen Stallzelt. Die Brandursache ist bis heute ungeklärt.
Bereits an der OFFA 2001 konnten die Aussteller der ehemaligen Halle 7 ihr Angebot in den Hallen 4 und 5 präsentieren

 
Die Tiervorführungen sind bereits an der 1. OLMA eine          Bereits 1944 sind die Degustationsstände beliebte              
Hauptattraktion. Gemäss Messekatalog wird täglich ab          Treffpunkte der Messebesucher.
15 Uhr Zuchtvieh aus dem Kanton St.Gallen vorgeführt.


Der Übersichtsplan im Katalog der 1. OLMA 1943 zeigt anschaulich die Anlage der Ausstellung: Drei Zelthallen auf dem
Unteren Brühl und die Tonhalle sind die Hauptgebäude der Messe. Entlang der Museumstrasse und auf weiteren
Quartierstrassen befinden sich die Stände des St.Galler Herbstjahrmarktes


Bereits die 3. OLMA platzt aus allen Nähten, so dass auch der Stadtpark ins Messeareal miteinbezogen wird.
Die Museumstrasse mit dem Jahrmarkt wird mit einer eigens zu diesem Zweck konstruierten Holzbrücke überquert

Keine OLMA ohne Bratwurst
OLMA und Bratwurst sind unzertrennlich! Beim Bummeln auf dem Messeareal trifft man immerfort auf Besucher mit
dem obligaten Imbiss in der Hand, der berühmten Olma- Bratwurst und dem nicht minder traditionellen St.Galler Bürli.
Die Olma-Bratwurst ist die grössere Schwester der St.Galler Bratwurst, welche seit bald vier Jahren IGP-zertifiziert ist
(siehe unten). Hergestellt wird sie aus Kalb- und Schweinefleisch, Milch sowie verschiedenen Gewürzen wie Salz,
Pfeffer oder Macis (Muskatblüte). Diese Rezeptur sorgt für die charakteristische weisse Farbe dieser Brühwurst, die
mit Fug und Recht als die berühmteste Ostschweizerin bezeichnet werden kann. Frisch vom Grill schmeckt die St.Galler
Bratwurst – und damit auch die Olma-Bratwurst – am besten. Eine St.Galler- oder Olma-Bratwurst ist perfekt, wenn
sie verführerisch gebräunt, heiss und zum Anbeissen attraktiv ab dem Grillrost genossen wird. Ihr Aussehen
und ihr Geschmack sind legendär und unverwechselbar. Wer eine Olma-Bratwurst geniesst, tut dies mit lediglich einer
Beilage: einem St.Galler Bürli oder einem Stück Brot. Das genügt vollauf. Denn die St.Galler Bratwurst hat so viel Aroma,
da ist jede weitere Zutat, etwa in Form von Senf, schlicht überflüssig. Der Inhalt – sprich: das Brät – ist bei beiden
Wurstspezialitäten genau gleich, Unterschiede bestehen einzig beim Gewicht. So wiegt eine durchschnittliche St.Galler
Bratwurst rund 110 Gramm, während die Olma-Bratwurst rund 160 Gramm auf die Waage bringt. Die mit 230 Gramm
grösste St.Galler Bratwurst schliesslich ist die Kinderfest- Bratwurst, die jedoch nur während dem alle drei Jahre stattfindenden Traditionsanlass der Stadt-St.Galler Jugend erhältlich ist.

Die St.Galler Bratwurst - exklusiv und geschützt
„St.Galler Bratwurst“ ist seit 2008 eine geschützte Herkunftsbezeichnung. Die „Sortenorganisation St.Galler Bratwurst“
wacht darüber, dass diese traditionelle Spezialität ausschliesslich in der Ostschweiz produziert wird, so wie es das Label
IGP verlangt. Derzeit stellen 37 Produzenten aus den Kantonen St.Gallen, Thurgau und beiden Appenzell ihre St.Galler
Bratwürste gemäss diesen strengen Richtlinien her. Der Schutz durch das IGPLabel erstreckt sich auch auf die
Olma-Bratwurst und die St.Galler Kalbsbrat-wurst als Varianten der klassischen St.Galler Bratwurst.




VSVS-Präsident
VSVS Präsident
Charles Senn    
Augustinergasse 19
4051 Basel
E-Mail: praesident@vsvs.ch



VSVS-Büro
VSVS - Büro
Bändlistrasse 100
8064 Zürich
E-Mail: buero@vsvs.ch



Schausteller-Platz
VSVS Schausteller-Platz
Bändlistrasse 100
8064 Zürich
E-Mail: vsvsplatz@vsvs.ch



Zurück zum Seiteninhalt